T-Shirt Direktdruck

Mit dieser Technik wird das Druckbild von einem Computer direkt auf einespeziellen Inkjet Drucker  übertragen und anschliessend mit Hitze dauerhaft fixiert. Das Ergebnis sind bestechende, waschfeste Farben, eine farbgetreue Wiedergabe bei guter Auflösung und eine weiche Oberfläche. Gedruckt werden können alle Foto- und Vektormotive ohne Ausnahme.

Der Direktdruck auf helle Textilfarben ist normalerweise unproblematisch, da kein „Unterweiß“ benötigt wird. Bei dunklen Textilien muss – ähnlich wie im Siebdruck – ein Weiß unterlegt werden. Bei den meisten aktuell auf dem Markt befindlichen Druckern ist dieses Unterweiß nicht ganz unproblematisch, da es sehr wartungsintensiv und aufwendig zu verarbeiten ist und auch die Textilien vorbehandelt werden müssen.

Direktdruck eignet sich für mittelgrosse Auflagen bis hin zu Kleinauflagen und Einzelanfertigungen. Textilien lassen sich mit einem Baumwollanteil 100% bis 50/50 bedrucken. Die nötigen Geräte zum Direktdruck liegen im Moment bei mind. 10.000 Euro und eignen sich somit für den Start eher weniger… aber dieser Druckart gehört ganz sicher die Zukunft… abwarten, die Preise werden ganz sicher weiter fallen!

 

Messen für Textilveredelung 2012

TV TecStyle in Stuttgart – 02.02.2012 – 04.02.2012

Die Messe TV TecStyle Visions Stuttgart ist eine internationale Fachmesse für Textildruck, Bestickung, Transfer und Beflockung. Mehr als 200 Aussteller präsentieren auf der TV TecStyle Visions Messe Stuttgart ihre aktuellen Produkte und Dienstleistungen rund um textile Werbemittel, Corporate Fashion, Berufs- und Arbeitskleidung sowie das technische Know-how für deren Veredlung. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit verschiedenen Foren und Seminaren liefert darüber hinaus auf der TV TecStyle Visions Stuttgart Messe wichtige Informationen rund um die Textil- und Bekleidungsveredelung.

IMB Messe in Köln – 08.05.2012 – 11.05.2012

Die Messe IMB Köln ist die Weltmesse für Bekleidungstechnik und Textilverarbeitung.
Zahlreiche Aussteller präsentieren auf der IMB Messe Köln ein umfangreiches Angebotsspektrum an Maschinen und Anlagen, IT-Angeboten und Dienstleistungen für alle Stufen der textilen Wertschöpfungskette, von der Produktentwicklung über alle Fertigungsprozesse bis zur Distribution.
Die Welt der Textilverarbeitung ist so vielseitig, komplex und innovativ wie nie zuvor. Deshalb bietet Ihnen die globale Leitmesse IMB Köln einen optimalen Überblick.

Bio-Shirts… Nachhaltigkeit ist cool!

Die Modeindustrie gehört mit zu den unethischsten Branchen. Der Druck, in immer kürzerer Zeit immer grössere Mengen der immer billiger werdenden Textilien zu produzieren, wuchs in den letzten zehn Jahren enorm…  die folgen, Kinderarbeit, unmenschliche Arbeitszeiten und unsichere, unhygienische Arbeitsbedingungen sowie Monokultur und extreme Umweltverschmutzung…

Es ist ein sehr erfreulicher Trend, dass es seit einigen Jahren immer mehr nachhaltig agierende Hersteller gibt welche ihre Textilien nach Fair Trade- und Bio-Kriterien fertigen (und prüfen) lassen. Vielen Labels ist der Ursprung der eigenen Produkte wichtig und es wird ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von fairen und guten Arbeitsbedingungen geschaffen. Mittlerweile sind sowohl die Materialien, die Beschaffenheit als auch die allgemeine Qualität der nachhaltigen Textilien auf einem sehr hohen Niveau und unterscheiden sich meist nicht von konventioneller Markenware.

Es gibt viele junge Labels die angesagte und zeitgemässe Bio-Mode an den Mann und die Frau bringen, sie beweisen damit, dass ein nachhaltiger, strategischer Konsum und stilvolle, angesagte Mode sich nicht im Weg stehen und zwingend widersprechen müssen. Im Gegenteil, der Imagegewinn ist oft derart gross das man schlichtweg sagen kann… Bio trägt sich einfach cooler!

Auch ich werde mich dem Projekt Bio annehmen. In Kürze erfahrt ihr mehr darüber…

Nachhaltige Grüsse

Andi

Verfügbarkeit einschränken – Macht aus der Not eine Tugend!

Ihr kennt es ja vielleicht? Produkte die nur limitiert verfügbar sind erwecken oft den Eindruck des seltenen… Kunden die 1 Woche oder länger auf ihr Shirt warten müssen oder die z.B. nur einer von ganz wenigen sind die genau dieses Shirt tragen dürfen, die entwickeln dem gegenüber im allgemeinen nicht selten auch auch eine gewisse Wertschätzung. In einer Zeit wo alles quasi immer und überall, global  in gleicher Art und Weise verfügbar ist, eine ziemlich spannende Strategie… der Trend zum individuellen, besonderen und einzigartigen!

Ihr seid ja quasi auch nur eine kleine Manufaktur…  ihr könnt gar nicht in Masse fabrizieren… müsst ihr ja auch gar nicht… steht dazu und macht aus dieser Not einfach eine Tugend!  Aber haltet Euch an Liefervereinbarungen und wenn das Produkt mit „limitierte Stückzahl“ oder “Einzelstück“ gekennzeichnet ist dann sollte das auch nicht nur ein Marketinggag sein! ;-)

LG

Markenanmeldung ja/nein

Du hast einen guten Namen für Dein Label gefunden?

Dann empfehle ich vorab gründlich im Internet zu recherchieren, um vorab auszuloten wie gross das Potential Deines Namens ist… in wie fern dieser Name von anderen verwendet wird, in welchem Zusammenhang der Name z.B. in den Suchmaschinen geführt wird und ob die gewünschten Domainnamen noch frei sind… bei der Recherche sollte man sich genügend Zeit lassen und Fragen die auftauchen notieren und sauber abklären

In einem Ersten Schritt halte ich eine Markenanmeldung nicht unbedingt für notwendig. Ich selbst habe Erste Reaktionen und Meinungen anderer abgewartet und konnnte dann besser das Potential einschätzen. In dieser Periode, die ich Testphase nenne, habe ich auch schon gewisse Konzepte überdacht und auch namentliche Anpassungen vorgenommen…

Zu einer Markenanmeldung würde ich dann raten, wenn man die Testphase erfolgreich absolviert hat. Sie kostete 2009 in Deutschland ca 300-400 Euro Gebühr und gilt für 10 Jahre. Man kann sich ohne Probleme bei Patentämtern informieren.  Häufig wird darauf verwiesen,  Fachanwälte hinzuzuziehen. Wenn Du jedoch Dein Label erst einmal regional/national aufziehen möchtest halte ich es für nicht unbedingt notwendig.

Pro-Contra Eigenlabelproduktion

Für viele die ein eigenes Label gründen möchten ist es sehr wichtig, dass ihre Textilien ausschliesslich das eigene Logo tragen, das es dort keine fremden Logos auf den Etiketten bzw. keinen Hinweis auf den (waren) Hersteller gibt. Das Ego des Designers möchte oftmals den Ursprung des T-Shirt Rohlings verheimlichen, obwohl dieser oft auch ein Gütezeichen und ein Qualitätsmerkmal sein kann (guter Ruf der Herstellers des Blanko T-Shirts).

Die Alternativen zu Blanko T-Shirts aus dem Sortiment eines Herstellers sind die Eigenlabelproduktion und die Umlabelung. Die Eigenlabelproduktion wird in Fabriken vorgenommen die für mehr oder weniger große Textilunternehmen produzieren, sie ist aber an recht hohe Mindestmengen gebunden, meistens mindestens ca. 1000 T-Shirts eines Modells und einer Farbe. Für den Start ist von dieser Eigenlabelproduktion eher abzuraten, erst wenn der Erfolg sich einstellt und das Geschäftsmodell dadurch bestätigt wird, kann man den Schritt wagen höhere Kapitalbeträge zu binden und “groß” zu investieren.

Will man auf ein eigenes Labelshirt ohne fremdes Logo nicht verzichten dann heisst die Alternative (zugelassene!)„Umlabelung eines Shirts“. Dazu sollte man auf Fall zuerst die schriftliche Erlaubnis des Herstellers haben, da ansonsten seitens der Marke rechtliche Schritte gegen Dich eingeleitet werden können. Hochwertige Blanko Shirts mit Erlaubnis des Herstellers zur Eigenlabelung kann man z.B. bei www.aegeri-sun.ch anfragen.

Für den Anfang reicht es aber unter Umständen auch schon aus ein cooles Markenshirt zu nehmen und das dann entsprechend zu bedrucken. Den Kunden ist es übrigens zunächst auch nicht so wichtig ob das T-Shirt irgendwo tief innen in Hüftnähe ein Hinweis auf den “wahren” Hersteller verbirgt. Für viele Kunden hat die generelle Qualität und das Druckmotiv Priorität bei der Auswahl eines Shirts.

Shirts für eine Nische oder lieber etwas für jedermann?

Bevor Du loslegst, solltest Du Dir vorab klar darüber sein was Du möchtest, wo Du Dich positionieren willst mit deiner Idee. Wer erfolgreich sein möchte, der muss greifbar sein… der potentielle Kunde muss wissen für was die Marke/das Label steht, er muss sich bestenfalls damit identifizieren können.

Erfolgreiche Labels haben Kult- oder Statussymbolcharakter… dahin ist es jedoch ein langer Weg und das wird Dir nur mit hochwertigen Shirts, schönen Designs, lustigen Sprüchen alleine ganz sicher nicht gelingen… letztlich entscheidet über den Erfolg das gesamthafte… das Markenlabel, seine Story, sein dazugehöriges Image und die in sich stimmigen Produkte.

Du solltest Dir aber im Klaren darüber sein, das es zehntausende Labels auf dem Markt gibt… ein Grossteil davon tummelt sich in den aktuellen Modenischen… ein Markt der von den bekannten Grössen beherrscht und mit Millionenbudgets sehr gut bedient wird. Da Fuss zu fassen ist alles andere als realistisch…

Meine Empfehlung in Kurzform – mache Dein Ding!

Überlege Dir was für stärken, was für Vorlieben Du hast und kreiere Deine eigene Story, Dein Name, Dein einzigartiges Label… bediene Dich dabei möglichst (D)einer Nische, je kleiner diese ist desto geringer die Zahl derer die sie bedienen, je grösser somit auch die Chancen für Dein Label. Der Kunde merkt spätestens an den Produkten ob Deine Story erfunden ist, ob sie abgekupfert ist oder ob Du voll mit aller Leidenschaft dahinter stehst… bleibe so authentisch wie möglich und stecke andere mit Deinem Feuer, Deinem Virus an… manche sagen “virales Marketing” dazu… aber schlage Dich nicht mit theoretischen Fachwörtern herum… mach es! ;-)

Gruss Andi

Erstausrüstung – Was brauche ich für den Start?

Für den Start empfehle ich, sich erst einmal eine kleine Erstausstattung anzuschaffen. Hierzu können auch sehr gut gebrauchte oder günstige Neugeräte herangezogen werden… Detaillierte Empfehlungen kann ich Euch gerne auf Anfrage geben.

Basic-Shirts: In verschiedenen Farben, Grössen und Versionen mit der Zulassung zum Labeln. Preis je Shirt ca. 6-12 Euro.  Ich empfehle Euch auch, zu Beginn an bereits auch schon mit ein paar anderen Textilien wie z.B. Jackets, Hemden oder Caps zu experimentieren.

PC oder Laptop: Vorsicht: Deren Schnittstelle muss zum Plotter passen, manche Plotter laufen z.B. noch auf serieller Schnittstelle was von vielen Laptops nicht unterstützt wird.

Grafik- und Vektorprogramme: Z.B. Corel Draw, Illustrator, Paint Shop Pro… Tipp schau Dich um nach Open Source Programmen wie z.B. Inkscape oder PaintShopPro… oder abgespeckte „light“- Versionen der bekannten Hersteller.

Schneideplotter: Mind. 36cm breit. Ich empfehle jedoch einen mit 63cm breite, Schnittgeschwindigkeit, Anpressdruckregelung, Messern und Schneidesoftware. Preise ab 800 Euro

Schneidesoftware: Liegt oft dem Plotter bei. Vorsicht bei separatem Kauf, denn die Software muss den Plotter unterstützen! Solche Software ist oft teuer, erkundigt euch sicherheitshalber ob die Software mit dem Plotter hartmoniert!

Schneidemesser für den Plotter: Liegen dem Plotter oft bei. Bei Neuanschaffung bitte passende Messer für das jeweilige Modell suchen. Bei meinen Modellen hat z.B. das Messer für Flexfolie einen 45° Schliff,  für Flockfolie einen 30° Schliff.

Entgitternadel: Zum entgittern des Sujets. Alternativ eignet sich auch auch eine dickere Nähnadel

Transferpresse: Mind. 38 cm breit, am Anfang reicht  eine einfache Flachpresse mit Temperaturanzeige, Temperatureinstellung und Druckeinstellung. Preise ab 600 Euro

 Flex- Flockfolien in verschiedenen Farben: Testet aus und probiert, es gibt einige Hersteller… jedoch wurde ich persönlich nur mit ganz wenigen glücklich. Die Folien müssen dehnbar, stark in der Rückhaftung (an der Trägerfolie), brillant in den Farben, dünn und dauerhaltbar sein und sich gleichzeitig gut verarbeiten lassen! Preis je Folie (0.5x1m) ab ca. 10 Euro

Nähmaschine: Eine handelsübliche Nähmaschine reicht z.B. für das Annähen von Labels oder Applikationen aus. Bei grösseren Dingen oder bei einer massenweise Verarbeitung empfehle ich, sich an einen Profi zu wenden da ohne entsprechendes KnowHow keine saubere und Arbeit möglich ist. Preis ca. ab 200 Euro. Garne in verschiedenen Farben. 

Etiketten und Labels: In einem späteren Stadium solltet ihr Euch überlegen wie ihr das Markenlabel aufs Shirt bringt. Ein Shirt mit Markenlabel wirkt qualitativ hochwertiger. Standard ist mittlerweile das Labeln mit Textiletiketten, bei welchen das Markenlogo-Emblem aufgedruckt/aufgestickt  wird und z.B. gut ersichtlich, entweder seitlich oder unten ans Shirt genäht wird. Auch für die Waschanleitung oder Inside Informationen kann ein Textillabel sinnvoll sein! Diese können ab einer gewissen Stückzahl (ca. 500 Stk.) relativ günstig von Spezialisten hergestellt werden.

Konfektion und Verpackung: Eine schöne ansprechende Verpackung macht das Shirt noch wertvoller. Ich habe meine Shirts z.B. am Anfang in einer Aludose verkauft… was serh gut ankam aber als die Mengen grösser wurden stieg ich um auf Folienverpackungen. Wichtig ist das die Shirts gut vor Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen geschützt werden. An die Shirts habe ich noch mit Hilfe Heftnadel und Schnur ein schönes selbstgemachtes Kartonlabel gehängt und ab ging‘s zu Verpacken. Vergesst nicht, Grössenangeben, Farben und Versionen auf die Verpackungen zu schreiben.

Nützliche Tipps zur Arbeit mit Flex – Flockfolien

Flock- und Flexfolien sind geeignet für alle Gewebearten aus 100% Baumwolle, Baumwollmischgewebe, 100% Polyester und Acrylat, wie T-Shirts, Kappen, Fahnen und Wimpel (nicht geeignet für Materialien welche Silikon erhalten). Sie können auf herkömmlichen Schneideplottern verarbeitet werden.
Die Trägerfolie ist gleichzeitig das Übertragungsmaterial, mit der die ausgeschnittenen Buchstaben/Logos auf das Textil gebracht werden. Textilfolie mit der transparenten Trägerfolie (oben), Schmelzkleberseite (unten) auf das Textil legen und unter Beachtung der o.g. Zeit und Temperatur verpressen (genaue Verarbeitungszeiten und Anpressdruck entnimmst Du bitte der Empfehlung des jeweiligen Folienherstellers).

Nachfolgende Hinweise basieren auf Erfahrungswerten, trotzdem kann daraus keine Gewährleistung abgeleitet werden. Ich empfehle immer  eigene Vortests durchzuführen.

  • Bitte beachte: Flock- und Flexfolien müssen in Spiegelschrift ausgeschnitten werden!
  • Wenn Du am Anfang noch unsicher mit dem Plotten bist, empfehle ich Dir einen Stift in den Plotter einzuspannen (diesen speziellen Stift gibt‘s als Zubehör) und vorher auf einem Blatt Papier den Ausschnitt vom Plotter nachzeichnen zu lassen.
  • Das Übertragungsmaterial sollte erst nach dem Abkühlen vom Textil entfernt werden und nicht wenn das Textil noch warm ist!
  • Es ist nicht empfehlenswert Flock- und Flexfolien mit einem Bügeleisen aufzutragen, da Sie damit keine gleichbleibende Temperatur und keinen konstanten Druck erzeugen können.
  • Das Aufbringen von Flock- und Flexfolie kann in der Zeit und Wärme variieren, dies ist abhängig vom Typ der Wärmepresse sowie vom Material des Textils. Bei elastischem oder bearbeitetem Stoff wird empfohlen, die Temperatur beizubehalten, dafür die Übertragungszeit um einige Sekunden zu verlängern, da diese Textilien mit Leim langsamer durchdrungen werden.
  • Die folgenden Werte stelle ich z.B. bei meinen Folien ein: Flexfolie = Temperatur 160°C, Übertragungszeit 20sec., Druck mittel; Flockfolie =  Temperatur 170°C, Übertragungszeit 25sec., Druck mittel. Bitte die Herstellerangaben dazu beachten.
  • Ob die Übertragung optimal verlaufen ist, läßt sich mittels Fingernagelprobe kontrollieren, wenn die Folie abgehoben werden kann, muß die Temperatur oder die Zeit der Übertragung unbedingt erhöht werden.
  • Flock- und Flexfolien in den Sonderfarben gold und silber sind etwas zäher und müssen deshalb mit einem angepaßtem Messer geschnitten werden.
  • Wenn bei Flexfolien nach der Übertragung Leimreste auf dem Textil zurückbleiben, presse darauf ein Tuch aus Baumwolle (ca. 1 Sekunde). Das Baumwolltuch wird den Leim aufnehmen.
    Wenn Du auf ein Textil, auf dem sich bereits Flexfolie befindet, zusätzliche Buchstaben oder Logos aufbringst, musst Du die bereits aufgepresste Schrift erneut mit dem Trägermaterial abdecken, da sonst ein glänzender Effekt entsteht.
  • Die Haltbarkeitsdauer der Flock- und Flexfolien ist abhängig von der Behandlung des Stoffes und den Waschgewohnheiten. Ich rate dazu, Textilen mit standard Flockfolie bis max 40°C und standard Flexfolie bis max 60°C zu waschen (bitte dazu die Angaben des Herstellers beachten). Hochwertige Flexfolie in den Grundfarben ist bis max 80° waschbar. Flexfolien in Sonderfarben sind mit geringen Temperaturen zu waschen.
  • Die Folien bitte in Raumtemperatur, möglichst trocken und staubfrei lagern. Generell empfehle ich die Folien aufzurollen und zwar mit dem Trägermaterial nach aussen (ansonsten kann das Haftmaterial verstauben) oder aber man packt die Rolle in einen staubsicheren Beutel/Karton.
  • Für die Aufbewahrung/Archivierung empfehle ich eine Abrollvorrichtung. Die kann man entweder teuer kaufen oder ganz einfach selber machen. Ich habe zum Beispiel einen Rahmen aus Holz gebaut und jeweils seitlich ca. 10 Öffnungen gemacht um Holzstäbe durchzustecken auf denen ich dann die Folienrollen aufhänge… ich nutze so einfach das Prinzip eines Klorollenhalters. Die Konstruktion lässt sich einfach an der Wand anbringen. Bilder folgen…
  • Reste der Folie nicht wegschmeissen… ab einem Mass von ca. 3×7 cm lassen sich Folienreste in den Plotter einspannen und für kleinere Sujets verwenden. Reste am besten staubfrei in einem Karton/Kiste lagern.

Weitere nützliche Tipps werden folgen in diesem Blog…

Lieben Gruss
C.K.

Meine Empfehlung – Der Flex- und Flockdruck

Für die dauerhafte Beschriftung von Kleinserien-Textilien oder die Musterfertigung empfehle ich den Flex- oder den Flockdruck. Der Flexdruck sieht nach dem Druck ähnlich aus wie Siebdruck, ist aber deutlich waschbeständiger. Flockdruck ähnelt Stoff und gehört zu den haltbarsten und edelsten Methoden ein T-Shirt zu bedrucken.

Der Flexdruck hat eine glatte, matte oder glänzende Oberfläche und ist leicht dehnbar. Das Flockdruck-Material ist nicht dehnbar, hat eine samtige Oberfläche und eine hohe Farbbrillianz. Es stehen jeweils verschiedenste Farben/Finishes zur Verfügung.

Die Aufdrucke selbst werden in einem Grafikprogramm erstellt und mittels eines Schneideplotters aus einer Materialfolie, welche aus Trägerfolie und Transferfolie besteht, geschnitten. Danach endgittert (Ausschuss wird von der Trägerfolie abgezogen) und mittels professionellen Transferpressen auf das zu bedruckende Textil gepresst. Auch mehrfarbige Aufdrucke stellen hier kein Problem dar, jede Farbe muss aber aus einer gesonderten Folie geschnitten werden.

Die Flexfolie kann auch sehr schön mit einem Flockfolienaufdruck kombiniert werden, ich empfehle aber die Flockfolie immer als Oberdruck zu verwenden und nicht umgekehrt!

Vorteile:

  • Messerscharfe Konturen
  • 100 % Deckkraft auch bei dunklen Textilien
  • Sehr hohe Waschbeständigkeit
  • Tolle Effekte durch mehrfarbige Motive und Spezialfolien
  • Sehr gut geeignet für Kleinserien und Musterfertigungen
  • Equimpemnt ermöglicht auch den Flockdruck

Nachteile:

  • Keine Farbverläufe möglich
  • Mindestgrößen müssen beim Schneiden der Schriften oder des Motives eingehalten werden
  • Jede Farbe des Motives muss separat geschnitten und eingepresst werden
  • Für Grosserien zu arbeitsaufwendig

 Was benötigt man für den Flexdruck?

  • Einen PC mit Vektorbasiertem Grafikprogramm (z.B. Illustrator, CorelDraw…)
  • Einen Schneideplotter zum ausschneiden der Sujets aus der Folie
  • Plottermesser für Flexfolie, Plottermesser für Flockfolie (liegt meistens dem Plotter bei)
  • Transferpresse zum anpressen des Sujets an die Textilien
  • Flex- Fkockfolien (je nach gewünschten Farben)
  • Nadel zum endgittern des Sujets

Investition (ohne PC und Software)

  • Je nach Qualität und Ausstattung ca. 1.800-10.000 Euro
  • Meine Empfehlungen auf Anfrage

 Meine Empfehlungen und Praxistipps bezüglich der Vektorsierung, Temperatur, Anpressdruck, Schnittgeschwindigkeit, Schnittdruck und Messerwinkel folgen in einem separaten Posting…

LG
Andi

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